Frankreich ist das Roadtrip-Land schlechthin in Europa. Es verfügt über mehr als eine Million Kilometer Straßen, die zu über 45.000 historischen Denkmälern führen.

Diese unglaubliche Dichte an Sehenswürdigkeiten kann die Planung der Rundreise jedoch erschweren. Da fällt die Wahl der Reiseziele ja nicht leicht!

In diesem Beitrag findest du alles, um deine Frankreich Rundreise zu planen: die schönsten Routen, konkrete Vorschläge je nach Reisedauer und praktische Tipps für die Fahrt.

Was dich hier konkret erwartet:

  • 5 Reiseziele in den schönsten Regionen Frankreichs
  • Konkrete Reisepläne für 1 Woche, 10 Tage, 2 Wochen und 3 Wochen Rundreise durch Frankreich
  • Praktische Tipps für Autofahren, Maut, Unterkünfte und Reisezeit
  • Weitere Reisearten: Hinweise zu Wohnmobil und Zug als Alternativen
🚗
NB: Ich spreche hier nur von Rundreisen ohne Reiseleiter, wo du selbst deine Reiseplanung in die Hand nimmst. Eine Reisegruppe ist nicht so mein Ding… und mit Reisebus erst recht nicht! Da bin ich ja viel lieber meine eigene Reiseleitung, so kann ich wirklich das besichtigen, was mir Spaß macht.

Transparenz-Hinweis: Ich bin Französin aus der Bretagne. Alle hier vorgestellten Regionen habe ich selbst bereist. Meine Empfehlungen basieren auf persönlicher Erfahrung.

Die schönsten Routen für deine Frankreich Rundreise

1) Bretagne

Die Bretagne ist meine Heimat und für mich eine absolut tolle Gegend für Rundreisen aller Art. Meine Region ist stark vom Ozean geprägt, daher kann ich sie dir besonders empfehlen, wenn du in deinem Urlaub eine maritime Atmosphäre genießen möchtest.

Raue Küste im Westen der Bretagne
Raue Küste im Westen der Bretagne

Unsere Highlights sind für französische Verhältnisse recht bodenständig: Natürlich kannst du den Mont Saint Michel besuchen, der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und am Tor zur Bretagne liegt.

Aber insgesamt erwarten dir bei uns eher die einfachen Freuden des Lebens und Erlebnisse wie eine Verkostung von Meeresfrüchten, ein belebender Spaziergang am Meer, Besichtigungen von Leuchttürme, Gärten, Menhire oder Schlössern.

Leuchtturm von Eckmühl im Süd-Finistère

Du wirst dabei eine eigene Welt zwischen keltischen Traditionen und französischer Kultur entdecken können... und dich schnell gaaaanz weit weg von unserer Hauptstadt und dem Eiffelturm fühlen! Wenn du die Natur liebst, dürfte dir das besonders gefallen.

Meine persönlichen Highlights in der Bretagne:

  • Wandern auf dem Zöllnerpfad: Die Schönheit der Küste ist wirklich atemberaubend!
  • Pointe du Raz: Eine windgepeitschte Landzunge ganz im Westen
  • Halbinsel Crozon (meine Heimat): Tolle Mischung aus den Schätzen der Bretagne mit ihren hübschen Stränden, ihrer zerklüfteten Küste und Camaret, einem malerischen Fischerdorf.
  • Insel Belle-Île: Im Süden der Bretagne, super schön zum Wandern und zum Badeurlaub
Wanderweg in Crozon
Wanderweg in Crozon

2) Normandie

Die Normandie ist im Ausland vor allem für die D-Day-Strände bekannt. Reisegruppen voller amerikanischer Touristen sind hier nicht selten.

Doch die Region hat deutlich mehr zu bieten als nur Kriegsgeschichte. Hier findest du sowohl Kultur als auch Natur und Gastronomie mit den Kreidefelsen von Étretat oder dem Pays d'Auge mit seinen Fachwerkhäusern, Calvados-Destillerien und Camembert-Käsereien.

Beuvron en Auge, eines der schönsten Dörfer Frankreichs
Beuvron en Auge, eines der schönsten Dörfer Frankreichs

Die Region ist voller kleiner, mehr oder weniger geheimer Ecken (wir leben schließlich im Zeitalter des Internets!). Ich persönlich fühle mich in dieser Region stets besonders wohl. Ich finde, dass man dort eine sehr angenehme Ruhe und Lebensfreude spürt, die den Urlaub besonders schön machen.

Kleine Gasse in Honfleur
Kleine Gasse in Honfleur

Meine persönlichen Highlights:

  • Mont Saint Michel: Immer wieder beeindrucken, trotz Menschenmassen
  • Badeorte wie Cabourg, Deauville oder Trouville
  • Mémorial de Caen: Museum zum Zweiten Weltkrieg; ein Muss wenn du dich für Geschichte interessierst
  • Rouen: Hauptstadt der Normandie, sehr sympathisch mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten und seiner Innenstadt, die zum Flanieren einlädt
Kathedrale von Rouen
Kathedrale von Rouen

☝️ An sich lässt sich die Normandie gut mit der Bretagne in einer Rundreise kombinieren. Ich empfehle den Leuten jedoch immer, entweder die eine oder die andere Region auf einer ersten Reise zu besuchen, da jede von ihnen extrem viel zu bieten hat. Wenn du also weniger als 3-4 Wochen Urlaub hast, sehe ich keinen Sinn darin, alles zu überfliegen, anstatt sich Zeit zu nehmen.

Aber gut, jeder Reisende ist anders, deshalb habe ich auch einen Reiseleitfaden geschrieben, falls du doch beide Regionen in einer einzigen Reise besuchen möchtest: Normandie Bretagne Rundreise: Dein Roadtrip-Guide

3) Provence & Côte d'Azur

Südfrankreich ist das Frankreich, das die meisten im Kopf haben: Lavendelfelder, Olivenhaine und Rosé-Wein auf einer Terrasse. Savoir-Vivre pur!

Saint Jean Cap Ferrat
Saint Jean Cap Ferrat

Die Provence liefert tatsächlich das alles, und auch einiges mehr. Die Vielfalt ist hier wirklich beeindruckend. Insgesamt ist dies auch ein der meistbesuchten Ecken Frankreichs. Metropole wie Nizza, Aix-en-Provence oder Marseille sind in der Tat absolut reizvoll zu entdecken.

Wenn du auf Kultur stehst ist Südfrankreich sowieso ein Paradies mit seinem unglaublichen Angebot an hochwertigen Museen. Aber du findest hier auch unberührte Natur in den Regional- und Nationalparks (Lubéron, Sainte-Baume, Verdon, Calanques...). Und muss ich überhaupt noch die Strände und Lavendelfelder der Provence erwähnen?

Monaco
Monaco

Meine persönlichen Highlights in Südfrankreich:

  • Insel Porquerolles: Traumhafte autofreie Insel, für mich vor allem außerhalb der Ferienzeit empfehlenswert (ansonsten zu voll)
  • Monaco für ein bisschen Luxus und Armutsgefühl
  • Verdon Regionalpark: Top zum Wandern!
  • Altstadt von Nizza: Absolut malerisch... und Mensch, hier findest du so viele köstliche Spezialitäten zum Probieren!
Nizza Altstadt
Nizza Altstadt

4) Korsika

Korsika ist in meinen Augen keine Station einer Frankreich Rundreise, sondern eher ein eigener Roadtrip für sich. Die Insel der Schönheit hat in der Tat viel zu bieten, vor allem, wenn du auf Natur stehst.

Unweit von Piana auf der Westküste Korsikas
Unweit von Piana auf der Westküste Korsikas

Korsika hat zwei Facetten: die Küste und das bergigere Hinterland. Bergseen, traumhafte Wanderungen aber auch Strände wie aus dem Bilderbuch erwarten dir hier. Aber für mich verdient die korsische Küche allein schon eine Reise. Wildschwein-Eintopf, Brocciu-Käse, Kastanienmehl-Spezialitäten und dazu noch Wein... ach ich glaube, ich könnte mein ganzes Leben lang nur korsische Gerichte essen! (mit einem kleinen Crêpe ab und zu natürlich 😅)

Cap Corse
Cap Corse

Kunst und französische Kultur findest du hier dafür weniger. Ich empfehle dir außerdem, lieber im Frühling und Herbst zu reisen, damit du weniger Menschen auf den Straßen antriffst.

Meine persönlichen Highlights auf Korsika:

  • Calanques von Piana, nördlich von Ajaccio: Meiner Meinung nach eine der schönsten Landschaften Frankreichs (und dabei haben wir doch so viele!)
  • Bergen der Alta Rocca: Ideal, um die bergige Seite Korsikas zu entdecken
  • Dörfer der Balagne: Hochburg korsischer Traditionen
  • Cap Corse bei Bastia: Weniger besucht und irgendwie recht ursprünglich geblieben.
Beim Wandern in der Alta Rocca: Einfach nur traumhaft!
Beim Wandern in der Alta Rocca: Einfach nur traumhaft!

5) Burgund

Burgund ist für mich das Frankreich der Feinschmecker. Die Region ist zwar nicht sonderlich bekannt bei Ausländern - viele entscheiden sich halt lieber für Meer und Sonne.

Doch es produziert einige der teuersten Weine der Welt, und die Climats de Bourgogne, also die Parzelleneinteilung der Weinberge, gehören seit 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Lebkuchen, Senf, Schnecken und Trüffel gehören ebenfalls zu den Spezialitäten dieses Landstrichs, in dem Feinschmecker definitiv ihren Himmel finden werden.

Kleines burgundisches Gasthaus
Kleines burgundisches Gasthaus

In Beaune kannst du ansonsten die Hospices besichtigen, ein mittelalterliches Krankenhaus aus dem 15. Jahrhundert mit einem Dach aus glasierten Ziegeln. Da wirst du auch auf ein paar Menschen treffen, der Ort ist tatsächlich ganz berühmt.

Aber ansonsten erwarten dir zahlreiche eindrucksvolle, wenn auch nicht super bekannte Sehenswürdigkeiten (Cluny, Schloss Bussy-Rabutin, Paray-le-Monial, hübsche Dörfer wie Flavigny oder Châteauneuf...). Wenn du dich für Geschichte, Architektur und Gastronomie interessierst, dürfte dir Burgund sehr gut gefallen.

Abtei Fontenay, UNESCO Weltkulturerbe
Abtei Fontenay, UNESCO Weltkulturerbe

Meine persönlichen Highlights im Burgund:

  • Abtei Fontenay: Älteste erhaltene Zisterzienserabtei der Welt (UNESCO Weltkulturerbe)
  • Schloss Ancy-le-Franc: Prunkvolle Renaissance-Paläste - eine willkommene Abwechslung zur romanischen Architektur der Region
  • Dijon und der Herzogspalast: Eine Stadt, die ich immer wieder gerne besuche
  • Vézelay: Bekannt für seine Basilika und seinen Hügel, Ausgangspunkt für den Jakobsweg (UNESCO Weltkulturerbe)
Schloss Ancy le Franc
Schloss Ancy le Franc

Frankreich Rundreise nach Reisedauer

Frankreich Rundreise 1 Woche

Frankreich ist größer, als viele denken. Versuche also nicht, in 7 Tagen das halbe Land abzufahren. Wähle lieber eine bestimmte Region und nimm dir dort die Zeit, die sie verdient. Elsass, Nordfrankreich oder Burgund eignen sich dafür ganz gut, denn die Anreise von Deutschland aus ist da recht kurz.

Elsass im Frühling
Elsass im Frühling

Frankreich Rundreise 10 Tage

In 10 Tagen kannst du eine Region vertiefen oder zwei Nachbarregionen verbinden, wenn du es super eilig hast. Eine Rundreise über Elsass und Burgund ist zum Beispiel eine gute Wahl für einen solchen Zeitraum.

Alesia, wo die gallischen Truppen von Vercingetorix gegen Cäsar unterlagen
Alesia, wo die gallischen Truppen von Vercingetorix gegen Cäsar unterlagen

Oder über die Hauts-de-France und den Norden der Normandie. Auch dorthin ist die Anreise von Deutschland aus nicht allzu lang.

Frankreich Rundreise 2 Wochen

Zwei Wochen werden langsam für mich eine gute Dauer für eine Rundreise durch Frankreich. Eine komplette Rundreise durch Normandie und Bretagne ist da noch straff, aber eine ausgedehnte Provence-Tour zum Beispiel ist schon möglich.

Marseille
Marseille

Auch in der Normandie kannst du locker zwei Wochen verbringen, ohne dich zu langweilen. Du hast dann genug Puffer für Strandtage, spontane Abstecher und Abende, an denen du einfach auf der Terrasse sitzt und chillst.

Frankreich Rundreise 3 Wochen und mehr

Ab drei Wochen wird es in meinen Augen richtig interessant, da du Regionen miteinander verbinden kannst. Eine große Route über die Normandie und die Bretagne und zurück über den Loire-Tal ist da beispielsweise möglich. Oder südwärts über Burgund, Provence, Côte d'Azur und zurück. Dabei kannst du natürlich auf dem Weg einen Abstecher nach Paris planen, wenn du den Eiffelturm oder Disneyland besuchen möchtest.

Ein Abstecher zum Eiffelturm ist immer möglich
Ein Abstecher zum Eiffelturm ist immer möglich

Drei Wochen geben dir insgesamt die Möglichkeit, Regionen zu entdecken, die sich zwar für einen Besuch absolut lohnen, aber nicht unbedingt in jeder Reiseplanung auf Platz 1 stehen, wie die Loire-Schlösser bei Tours und Blois (Chambord, Chenonceau, Amboise...) oder die Vulkane von Zentral Frankreich.

Schloss von Meung-sur-Loire
Schloss von Meung-sur-Loire

Auch für Reisen in Regionen, die von Deutschland aus weit entfernt sind, ist es ideal. Die Atlantikküste von La Rochelle über die Düne von Arcachon bis Biarritz fällt mir dazu zum Beispiel ein.

Drei Wochen reichen trotzdem nicht, um ganz Frankreich zu sehen. Das Land ist dafür doch zu groß!

Frankreich Rundreise mit dem Auto: Praktische Tipps

Die meisten Reisenden planen ihre Rundreisen durch Frankreich mit dem Auto. Außerhalb der großen Städte ist der öffentliche Nahverkehr in der Regel recht dünn. Für die meisten Dörfer, Strände und Landschaften brauchst du schon ein Auto.

Weißenburg im Elsass
Weißenburg im Elsass

Ich habe dementsprechend einen ausführlichen Artikel darüber geschrieben, was du beim Autofahren in Frankreich unbedingt beachten solltest. Hier eine Zusammenfassung:

Maut

Die meisten Autobahnen in Frankreich sind mautpflichtig. Mautfreie Alternativen über Nationalstraßen existieren, dauern aber deutlich länger. Das Mautsystem funktioniert per Karte, bar oder mit einem sogenannten Télépéage-Abonnement (vielleicht hast du schon mal von Bip&Go gehört). Letzteres lohnt sich vor allem für längere Reisen.

Mautstation in Frankreich
Mautstation in Frankreich
⚠️
Achtung: Auf einigen Streckenabschnitten in Frankreich wird die Maut nun im Free-Flow-Verfahren erhoben. In diesen Fällen gibt es keine Mautstelle mehr, an der du automatisch vorbeifährst. Du musst die Schilder genau beachten und die Maut innerhalb von 72 Stunden online oder an einem Automaten bezahlen.

Tempolimits

  • Autobahn: 130 km/h (110 bei Regen)
  • Landstraße: 80 km/h (manchmal 90 km/h, je nach Département)
  • Innerorts: 50 km/h.
Es gibt die erlaubte Geschwindigkeit... und die reale Geschwindigkeit!

Wir Franzosen fahren in der Regel etwas flotter als erlaubt, aber die Radarkontrollen sind zahlreich und die Bußgelder irgendwann saftig. Als Ausländer bist du übrigens nicht verschont: Die Knöllchen kommen per Post nach Hause.

Benzinpreise

Auf Autobahnen ist der Benzin deutlich teurer als an Supermarkt-Tankstellen. In Frankreich tankst du in der Regel am günstigsten bei den großen Supermärkten (Leclerc, Intermarché, Carrefour). Die Zapfsäulen stehen dort direkt auf dem Parkplatz.

⚠️
Achtung: Während Energiekrisen sind Total-Tankstellen manchmal günstiger, da sie ihre Preise einfrieren. Vergleiche ruhig die Preise oder schau auf der offiziellen Website nach den Kraftstoffpreisen, damit du nicht unnötig zu viel zahlst.

Parken

In den Städten sind die Parkplätze kostenpflichtig und oft knapp. In der Hochsaison an der Küste wird Parken teilweise zum Kampfsport angesichts der Anzahl der Gäste.

Voller Parkplatz im Hochsommer
Voller Parkplatz im Hochsommer

Die Atlantikküste ist da ein bisschen ruhiger als die Mittelmeerküste, aber sie ist auch nicht völlig vor Menschenmassen geschützt. Das hängt wirklich vom genauen Ort ab.

Automieten

Eine Rundreise mit dem Auto durch Frankreich bedeutet nicht, dass du unbedingt mit dem eigenen Auto von zu Hause anreisen musst. Du kannst genauso gut mit dem Zug oder dem Flugzeug anreisen und vor Ort ein Auto mieten. Eine Busanreise mit Flixbus geht wohl auch, ich habe es allerdings nie selbst ausprobiert.

Ich persönlich reise jedes Mal mit der Bahn an. Die TGV-Züge in Frankreich fahren sehr schnell, viel schneller als Autos, und ich habe noch nie schlechte Erfahrungen mit dem Mieten eines Autos in Frankreich gemacht.

☝️
Lies auch: Urlaub in Frankreich am Meer mit dem Auto, wenn du gezielt deinen Urlaub am Meer verbringen möchtest.

Frankreich Rundreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Das französische TGV-Netz verbindet die großen Städte schnell und bequem. Paris-Lyon geht in 2 Stunden, Paris-Marseille in 3 Stunden, Paris-Bordeaux in 2 Stunden. Für eine Städtereise ist der Zug also eine echte Alternative in Frankreich.

TGV in Nantes
TGV in Nantes

Für eine Rundreise im klassischen Sinn, bei der du Dörfer, Küsten und Landschaften abseits der Ballungsräume entdecken willst, ist der Zug allerdings oftmals keine realistische Option. Das Regionalnetz (TER) ist in vielen ländlichen Regionen dünn, Busse fahren selten und Anschlüsse sind unzuverlässig. Die Kombination aus TGV für die Langstrecke und Mietwagen vor Ort ist für mich daher ein guter Kompromiss.

Regionalzüge am Bahnhof von Marseille
Regionalzüge am Bahnhof von Marseille

Wenn du dennoch lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen möchtest, solltest du Regionen wählen, die über ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz verfügen. An der Côte d’Azur gibt es zum Beispiel eine Bahnlinie entlang der Küste, mit der du mehrere Städte ohne Auto besuchen kannst. Auch im Baskenland bringt dich der Regionalzug in einige hübsche Städte.

☝️
Lies auch: Bretagne ohne Auto, wenn die Bretagne für dich in Frage kommt

Frankreich Rundreise mit dem Wohnmobil

Ich bin selbst nie mit dem Wohnmobil durch Frankreich gefahren, daher hier keine persönlichen Geheimtipps. Aber die Fakten sprechen für sich: Frankreich hat eines der besten Wohnmobil-Netze Europas mit über 10.000 kommunalen Stellplätzen (sogenannte Aires de Camping-Car), die oft kostenlos oder sehr günstig sind.

Dazu kommt das Netz von France Passion, bei dem du kostenlos auf Weingütern und Bauernhöfen übernachten kannst, gegen den stillschweigenden Kauf eines Produkts.

An dieser Brücke kommst du mit Wohnmobil nicht durch (wurde auch vorher angegeben!)
An dieser Brücke kommst du mit Wohnmobil nicht durch (wurde auch vorher angegeben!)

Beachte lediglich: In vielen historischen Dörfern und Altstädten sind die Gassen eng. Mit einem großen Wohnmobil wird das teilweise sportlich. Parke lieber ein bisschen weiter weg und nimm das Fahrrad zum Reiseziel, falls du eins dabei hast.

In der Hochsaison sind beliebte Stellplätze an der Küste außerdem schnell voll. Da empfehle ich dir, deine Rundreise genau zu planen und die Nächte im Voraus zu buchen.

Beste Reisezeit für eine Frankreich Rundreise

Mai - Juni und September - Oktober sind für mich die besten Monate in Frankreich. Die Temperaturen sind angenehm, die Straßen leerer und die Preise für Unterkünfte und Mietwagen moderat. Insbesondere auf Korsika und in der Provence empfehle ich dir, den Hochsommer zu vermeiden.

Korsika im Herbst ist ein Traum!
Korsika im Herbst ist ein Traum!

Juli und August bedeuten in der Tat Hochsaison. Das ist zwar nicht überall ein Beinbruch, doch die Strände sind insgesamt voller und die Unterkünfte teurer. Rechne auch mit Staus auf der Autoroute du Soleil Richtung Süden, vor allem am Samstag.

Wenn es geht, empfehle ich dir also die französischen Schulferien zu vermeiden (in der Regel von Anfang Juli bis Ende August). Die Franzosen bleiben selbst massenhaft in Frankreich für ihren Urlaub.

Unterkünfte auf deiner Frankreich Rundreise

Hotels vs. Ferienhäuser

Für eine Rundreise sind Hotels flexibler als Ferienhäuser, da Ferienhäuser oft wochenweise vermietet werden. Das ist allerdings nicht immer der Fall. Auf Booking findest du ohnehin sowohl Ferienhäuser als auch Hotels und B&B. Schau dir also einfach an, welche Unterkünfte zu deinen Reisedaten verfügbar sind. Wie immer sind die Bewertungen früherer Reisender äußerst wertvoll.

☝️ Lies auch, wenn du gezielt ein Ferienhaus am Meer suchst:

Meine Empfehlung bei Rundreisen

Chambres d'hôtes (das französische Pendant zum Bed & Breakfast) finde ich persönlich ganz toll, zumal das Frühstück dabei immer inklusive ist. So kommst du mit Einheimischen in Kontakt und bekommst einen authentischeren Einblick ins französische Leben. Dort findest du auch keine großen Gruppen an Gästen, es geht alles viel persönlicher.

Chambres d'hôtes findest in Unterkünften aller Art, vor allem aber in der gehobenen Kategorie
Chambres d'hôtes findest in Unterkünften aller Art, vor allem aber in der gehobenen Kategorie

Wann buchen?

In der Hochsaison (Juli-August) an der Küste empfehle ich dir mehrere Monate im Voraus buchen. In der Nebensaison bist du flexibler.

Häufige Fragen zur Rundreise durch Frankreich

Wie viel kostet eine Frankreich Rundreise?

Das hängt stark von der Region, der Saison und deinem Stil ab. Grobe Richtwerte für 2 Personen:

  • Unterkunft: 80-150 Euro pro Nacht (Doppelzimmer, 3-Sterne-Niveau)
  • Essen: 15-30 Euro pro Person im Restaurant (Mittagsmenü ist in Frankreich günstiger als das Abendessen)
  • Sprit: Recht ähnlich wie in Deutschland
  • Mietwagen: Ab ca. 30 Euro/Tag

Welche Region eignet sich am besten für eine erste Frankreich Rundreise?

Hmmm... Ich persönlich würde sagen, die Nordküste Frankreichs, von Nordfrankreich über die Normandie bis hin zur Bretagne, aber das ist natürlich reine Geschmackssache!

Am Strand von Trouville
Am Strand von Trouville

Kann man Frankreich ohne Auto bereisen?

Zwischen den großen Städten ja, mit dem TGV ist eine solche Reise sogar sehr komfortabel. Für eine echte Rundreise durch die Landschaft, brauchst du aber ein Auto. Der öffentliche Nahverkehr in den ländlichen Regionen Frankreichs ist nicht immer zuverlässig.

Auf jeden Fall ist es eine ganz besondere Art zu reisen. Wenn dir das gefällt, wirst du gut zurechtkommen, aber wenn du das noch nie gemacht hast, rate ich dir eher, einen Mietwagen zu nehmen!

Ist Frankreich für Wohnmobil-Reisen geeignet?

Ja! Sehr gut sogar. Das Netz an Stellplätzen und Campingplätzen ist bei uns ausgezeichnet. Du wirst zwar nicht der Einzige unterwegs sein, aber es lohnt sich!

Campingplatz in der Normandie
Campingplatz in der Normandie

Fazit

Ach ja und ganz wichtig: Ich glaube nicht, dass es die eine richtige Entscheidung für eine Rundreise in Frankreich gibt. Manche Orte werden dir wohl besser gefallen als andere, aber das ist immer sehr individuell. Das kann dir online niemand vorhersagen. Du musst es ja selbst erleben, um es zu wissen.

Also los, trau dich, du wirst sehen, dass sich die Mühe lohnt! 🌸

Weiterführende Artikel:

Ein letztes Wort zu den Links in diesem Artikel: Wenn du über diese Links buchst, bekomme ich eine Provision. Du zahlst den gleichen Preis. So finanziere ich diese Seite, ohne dich mit blinkenden Werbebannern zu nerven. Ich empfehle nur, was ich für wertvoll halte.