News de France KW49

Was diese Woche in Frankreich geschah - Kurz & klar

"Auf einem Berg können nicht gleichzeitig zwei Tiger existieren" Chinesisches Sprichwort

Was die Franzosen am Esstisch besprechen

🐲 China: Präsident Emmanuel Macron war diese Woche zu einem dreitägigen offiziellen Besuch in China. Der französische Präsident forderte insbesondere eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern und mehr chinesische Investitionen in Frankreich. Die beiden Staatschefs unterzeichneten außerdem ein Abkommen, um den Zugang französischer Produkte zum chinesischen Markt zu erleichtern, insbesondere im Agrar- und Lebensmittelsektor. China ist das Land, mit dem Frankreich das größte Handelsdefizit verzeichnet.

✊ Streik: Am Dienstag fanden in Frankreich mehr als 150 Demonstrationen statt, um „gegen die Sparhaushalte des Staates und der Sozialversicherung und für Lohnerhöhungen” zu protestieren. Die Gewerkschaft CGT sprach von „Zehntausenden” Streikenden. Die Mobilisierung blieb jedoch weit hinter den Demonstrationen von September und Oktober zurück. Der Zugverkehr verlief fast normal und nur wenige Lehrer streikten, wodurch die Sichtbarkeit des Streiks stark eingeschränkt war.

⚔️ Armee: Die Militärstaatsanwaltschaft von Rennes hat nach einem Drohnenflug über dem militärischen Standort Île Longue eine Untersuchung eingeleitet. Dieser Stützpunkt der französischen Marine in der Reede von Brest beherbergt die sogenannten „atomgetriebenen U-Boote mit ballistischen Raketen”, die strategisch wichtigsten U-Boote der französischen Streitkräfte.

👀 Medienfreiheit: Mehrere Vertreter der nationalistischen und republikanischen Rechten haben Präsident Macron vorgeworfen, eine neue „Kennzeichnung der Medien” oder sogar ein „Ministerium für Wahrheit” schaffen zu wollen. Emmanuel Macron hatte sich vor zwei Wochen tatsächlich für die Einführung einer „von Fachleuten vorgenommenen Kennzeichnung” ausgesprochen, um gegen Desinformation vorzugehen, ohne dass „die Regierung oder der Staat” für dieses Label verantwortlich wäre. Der französische Präsident bezog sich dabei auf bestehende Labels wie die Journalism Trust Initiative, ein internationales Label der NGO Reporter ohne Grenzen. Einige Medien sehen darin jedoch einen Versuch des Präsidenten, ihre Meinungsfreiheit zu beeinträchtigen. Emmanuel Macron erklärte am Freitag außerdem, er wolle ein neues Eilverfahren gegen Falschmeldungen in sozialen Netzwerken einleiten.


Für uns Reisende von Interesse

🎶 Silvester:  Kein Concert du Nouvel-An auf den Champs-Élysées dieses Jahr! Das seit zwei Jahren auf der berühmtesten Pariser Avenue organisierte Neujahrskonzert musste dieses Jahr leider aus Sicherheitsgründen abgesagt werden.


Bonne semaine! 😊