Du planst deine Anreise mit dem Auto in die Bretagne und fragst dich, welche Route die beste ist?
In diesem Guide erfährst du:
- Anreise in die Bretagne: Welche Möglichkeiten du überhaupt hast
- Weg-Entscheidung: Welche Strecke für deinen Abfahrtsort die schnellste ist
- Paris umfahren: Wie du die Hauptstadt stressfrei umfährst
- Zwischenstopps für eine tolle Rundreise
- Landstraße oder Autobahn: Was lohnt sich mehr im Urlaub?
- Tipps & Empfehlungen für deine Reise
Transparenz-Hinweis: Ich bin Bretonin (Halbinsel Crozon im Finistère) und kenne die Bretagne aus jahrzehntelanger eigener Erfahrung. Meine Empfehlungen sind unabhängig und basieren auf dem, was ich selbst schätze.
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Anreise in die Bretagne: Welche Route für deinen Abfahrtsort?
Es gibt zwei Hauptrouten von Deutschland in die Bretagne.
Die Wahl der besten Route hängt natürlich von deinem Abfahrtsort ab. Aber auch das Ziel spielt eine Rolle: Wenn du als Zielort der Norden der Bretagne hast, kann sich zum Beispiel die Route von der in die Südbretagne unterscheiden.
Um deine Route festzulegen, solltest du also zunächst prüfen, ob eine Strecke für dich bei weitem nicht die logischste ist. Google Maps oder ViaMichelin sind dafür sehr nützlich.
Es kann jedoch sein, dass du dabei feststellst, dass nur wenig Unterschied in Bezug auf die Fahrzeit zwischen diesen Alternativen liegt. In solchen Fällen ist eine genauere Analyse erforderlich und genau das wollen wir uns jetzt ansehen.
Nordroute (für Norddeutschland)
- Für wen? Köln, Düsseldorf, Hamburg, Bremen, Berlin, Hannover
- Richtung: Via Belgien → Nordfrankreich → Normandie → Bretagne
- Vorteil: Paris umfahren nicht nötig, für eine Reise in die Nordküste der Bretagne praktisch
- Highlight: Spektakuläre Brücke Pont de Normandie
- Sehenswürdigkeiten auf dem Weg: Mont Saint Michel, Normandie-Küste
Westroute (für Süddeutschland)
- Für wen? München, Stuttgart, Freiburg, Nürnberg, Frankfurt
- Richtung: Quer durch Frankreich → Paris-Region → Le Mans → Bretagne
- Vorteil: Schnelle Autobahnen bis Paris
- Challenge: Paris umfahren oder durchfahren?
Schweiz
- Route über Beaune (Burgund), Auxerre, Chartres
- Vorbeifahrt südlich von Paris über Francilienne N104
Nordroute: Via Belgien, Normandie und Mont Saint Michel
In der Regel ist diese Route die entspannteste Möglichkeit für die Reisende aus Norddeutschland.
Für wen geeignet?
Alle aus dem Norden Deutschlands: Köln, Düsseldorf, Dortmund, Hamburg, Bremen, Berlin, Hannover
Grobe Streckenführung
- Belgien (A1/E40)
- Nordfrankreich (A26/A29)
- Pont de Normandie oder Rouen
- Caen (A84)
- Bretagne
Roadtrip-Tipps: Empfohlene Zwischenstopps auf der Nordroute
- Amiens: Imposante gotische Kathedrale (UNESCO), ggf. Ausflug in Lille
- Honfleur: Malerischer Hafenort direkt vor der Brücke (perfekt für Übernachtung)
- Normandie-Küste & Meer: Klippen von Etretat, Sandstrände von Deauville und Trouville, Ausflug zu den D-Day Stränden
- Mont Saint Michel
Option A - Über den Pont de Normandie
Die Route im Detail
- Start in Deutschland
- Lüttich (Belgien)
- Lille
- Amiens
- Le Havre
- Pont de Normandie
- Caen
- Mont-Saint-Michel
- Rennes
- Ziel in der Bretagne

Vorteile
- Kürzeste Strecke von Norddeutschland
- Spektakuläre Brückenüberquerung (2,1 km lang, beeindruckend)
- Gut ausgebaute Autobahnen
Nachteile
- Maut für die Brücke: 5,90 Euro (Klasse 1: PKW), 6,90 Euro (Klasse 2: Wohnwagen)
- Für manche einschüchternd: Hohe Brücke, starker Seitenwind möglich (Vorsicht bei Fahrzeugen mit großer Höhe)

Option B - Via Rouen (ohne Brückenmaut)
Die Route im Detail
- Deutschland
- Lüttich
- Lille
- Rouen (A28)
- Caen
- Ziel in der Bretagne
Der Unterschied
Statt über den Pont de Normandie fährst du über Rouen. Du sparst die Brückenmaut, brauchst aber ca. 30-45 Min. länger.
Wann lohnt sich diese Variante?
- Du möchtest Rouen besichtigen: Die Stadt lohnt sich tatsächlich für eine Reise (gotische Kathedrale, mittelalterliche Altstadt, kleine Gassen, Jeanne d'Arc)
- Du hast Respekt vor großen Brücken
- Du planst sowieso eine Übernachtung: Die Stadt Rouen ist meiner Meinung nach kulturell interessanter als Le Havre
Westroute: Quer durch Frankreich
Die schnellste Route von Süddeutschland. Dabei musst du dich entscheiden: Paris umfahren oder durchfahren?
Für wen geeignet?
München, Stuttgart, Freiburg, Nürnberg, Frankfurt
Grobe Streckenführung:
- Süddeutschland
- Metz
- Reims
- Paris-Region
- Le Mans
- Ziel in der Bretagne
Paris umfahren oder durchfahren?
Paris ist der Knackpunkt dieser Route. Du hast zwei Optionen.
- Option A: Durch Paris bzw. Banlieue (schnellste Variante bei gutem Verkehr)
- Option B: Paris umfahren via Francilienne N104 (stressfrei und planbar)
- Option C: Paris großräumig umfahren (als Rundreise interessant)
Option A - Durch Paris oder nahe Vororte
Die Route
- Süddeutschland
- Metz
- Reims
- Périphérique oder nahe Vororte
- A11 Chartres
- Le Mans
- Bretagne
Vorteile der Route
- Kürzeste Strecke
- Schnellste Option, wenn kein Stau
Nachteile der Route
- Staugefahr: Kann alle Zeitvorteile zunichtemachen (1 bis 3 Std. Verspätung möglich)
- Stressig: dichter Verkehr, aggressive Fahrer, komplizierte Verkehrsführung an der Ringstraße (Périphérique)
Wann funktioniert diese Route?
Ich würde dir gerne konkrete Tipps geben. Aber meiner Erfahrung nach gibt es keine allgemeingültigen Kriterien. Nachts oder sehr früh morgens (vor 6 Uhr) ist natürlich weniger los. Und während der Schulferien oder wenn die Leute von der Arbeit kommen, sind die Straßen in Paris etwas stärker befahren.

Meine Empfehlung
Erfahrungsgemäß gibt es jedoch immer Ausnahmen. Ich rate dir daher, etwas flexibel zu bleiben. Schau während der Fahrt auf deinem Navi, wie sich die Staus entwickeln, und wähle die am wenigsten schlechte Option.
Überblick schwierige Durchfahrtszeiten in Paris:
- Freitagabend 16:00-21:00 Uhr: Grands départs ins Wochenende
- Sonntagabend 15:00-20:00 Uhr: Rückreiseverkehr
- Erste Augustwoche: Chassé-croisé (ganz Frankreich fährt gleichzeitig in den Urlaub bzw. kommt zürück)
- Ferienbeginn und -Ende in der Pariser Region
Roadtrip-Tipps: Empfohlene Zwischenstopps für den Weg
- Straßburg: Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale oder das europäische Parlament
- Metz
- Champagne
- Chartres
- Rennes
Option B - Paris umfahren via N104 Francilienne
In der Regel eine gute Lösung für eine Anreise in die Bretagne ohne Stress.
Die Route im Detail
- Süddeutschland
- Nordosten Frankreichs wie oben bis Bussy-Saint-Georges
- N104 Richtung "Nantes-Bordeaux" (grünes Schild)
- 60 km südlich um Paris
- A11 Richtung Chartres (blaues Schild)
- Le Mans
- Bretagne
Vorteile der Route
- Weniger Staurisiko
- Entspannte Anreise, weniger Verkehr
- Du vermeidest die Pariser Ringstraße komplett
- Bei Stau in Paris schneller als Option A
Nachteile der Route
- Ca. 20-30 Min. länger als durch Paris (ohne Stau)
- Dein Navi kennt diesen Trick oft nicht und will dich zurück nach Paris leiten
So funktioniert's - Schritt für Schritt:
- Ab Bussy-Saint-Georges: Folge dem grünen Schild "Nantes-Bordeaux" N104
- Bleibe 60 km auf der Francilienne (südliche Umfahrung)
- Achte auf das blaue Schild "Chartres": Hier abbiegen auf A10/ A11
- Wichtig: Ignoriere dein Navi, wenn es dich zurück Richtung Paris leiten will
Wann lohnt sich diese Option?
- Du möchtest auf jeden Fall Stau und Verkehrschaos vermeiden (Kinder im Auto zB)
- Du fährst an kritischen Zeiten (Freitag/Sonntag, Ferienzeit)
- Du willst planbare Ankunftszeit
Option C - Große Umwege mit kulturellen Stopps
Es gibt noch weitere Routen, die Paris großräumig meiden. Diese sind deutlich länger, lohnen sich aber für bestimmte Reisende. Als Roadtrip zum Beispiel ist es toll.
Rundreise Via Troyes - Orléans - Le Mans
Die Route
- Süddeutschland
- Metz
- Troyes
- Sens
- Orléans
- Le Mans
- Bretagne
Wann sinnvoll?
Du planst eine Übernachtung in historischen Städten oder ein Roadtrip:
- Troyes: Mittelalterliche Fachwerkstadt, wunderschöne Altstadt
- Sens: Gotische Kathedrale (eine der ältesten Frankreichs, beeindruckend)
- Orléans: Stadt der Jeanne d'Arc, historisches Zentrum
Rundreise via Troyes - Chartres
Die Route
- Metz
- Troyes
- Orléans (N154)
- Chartres
- Le Mans
- Bretagne
Wann sinnvoll?
Für ein Zwischen stopp in Chartres: Weltberühmte Kathedrale (UNESCO-Welterbe, spektakuläre mittelalterliche Glasfenster, eine der schönsten Kathedralen Frankreichs).
Autobahn oder Landstraße in Frankreich?
Ich persönlich empfehle generell, für lange Strecken in Frankreich die Autobahn zu nehmen. Die Autobahnen bei uns sind nämlich mautpflichtig ... daher meiden viele Franzosen sie ... und so kannst du dort sehr entspannt fahren!
Warum Autobahn in Frankreich ? (Autoroute)
- Schnell und gut ausgebaut
- Wenig Verkehr (da mautpflichtig)
- Saubere Raststätten mit ordentlichen Toiletten
- Keine Ortsdurchfahrten, keine ständigen Kreisverkehre
- Entspannte Anreise
Warum keine Landstraße in Frankreich ? (Route Nationale)
- Unzählige Dörfer mit Tempo 50
- Kreisverkehr
- Bodenwellen (Ralentisseurs/dos d'âne)
- Blitzer
Der Mythos "Frankreich auf Landstraßen entdecken"
Durch graue Dörfer zu fahren, ohne anzuhalten, ist für mich keine Entdeckung Frankreichs. Das ist Zeitverschwendung und verstopft Straßen, die nicht für Durchgangsverkehr gemacht sind.
Frankreich entdeckst du für mich als Französin, indem du:
- In schönen Städten anhältst und durch die Gassen schlenderst
- Mit Einheimischen sprichst
- In lokalen Restaurants isst und am Markt einkaufst
- Dir Zeit für echte Begegnungen nimmst
Dafür fährst du am besten schnell auf der Autobahn und planst bewusste Zwischenstopps in interessanten Orten.
Ausnahme: Roadtrips
Wenn du sehr viel Zeit für die Anreise hast (mehrere Tage) und langsames Reisen durch die Landschaft genießt, dann ist es natürlich OK. Für eine solche Rundreise kannst du gerne Landstraßen nehmen und hier und da Zwischenstopps einplanen, um ein Picknick in der Natur zu machen oder eine Sehenswürdigkeit zu entdecken.
Das ist zwar die absolute Minderheit der Bretagne-Urlauber. Das soll aber nicht heißen, dass es keinen Sinn macht.
Praktische Tipps für deine Anreise in die Bretagne
Anreise mit Zug und Flugzeug nicht vergessen (+ Mietwagen)
Es gibt nicht nur Auto! Überlege dir, ob deine Anreise in die Bretagne mit dem Zug oder Flugzeug nicht angenehmer wäre. Vor allem die TGV-Züge sind in Frankreich sehr schnell. Von Paris aus bist du in nur 1,5 Stunden in Rennes mit dem Zug.
Vom Flughafen Charles de Gaulle in Paris gibt es eine direkte TGV-Verbindung in die Bretagne. Ansonsten haben wir natürlich auch Flughäfen in der Bretagne (Rennes, Nantes, Brest ...).
Vor Ort in der Bretagne kannst du dann ein Auto mieten. Ein Mietwagen in der Bretagne ist nicht schwer zu bekommen und zu fahren. Die besten Preise für Mietwagen bekommst du auf DiscoverCars. Darauf kannst du kostenlos die Mietwagen-Preise vergleichen.
Urlaubstermine wählen: Zu vermeidende Zeiten
Im Sommer in der Bretagne werden die meisten Ferienwohnungen von Samstag bis Samstag vermietet. Leider zwingt dich das dazu, samstags mit allen anderen Franzosen loszufahren. Das sind die schlimmsten Tage auf den französischen Straßen, was Staus angeht. Der Süden Frankreichs ist davon besonders betroffen. Glaub aber nicht, dass du am Atlantik Ruhe hast! Dort ist die Situation kaum besser.
Zu vermeiden, wenn du kannst:
- Ende Juli bis Mitte August: Höhepunkt der französischen Sommerferien
- Letzter Samstag im Juli und erster Samstag im August: Das Schlimmste vom Schlimmsten (Chassé-Croisé genannt)
- Verlängerte Wochenenden: Himmelfahrt, Ostern...
Mautgebühren bezahlen: So funktioniert's
Das System
- An der Mautstelle (Péage) ziehst du automatisch ein Ticket beim Einfahren
- Am Ende der Autobahnstrecke bezahlst du (Karte oder Bargeld)
- Schranke öffnet sich
Zu beachten
An manchen Mautstellen gibt es separate Spuren:
- Orange "t": Nur für Télépéage (Badge, wie das von Bip&Go): NICHT benutzen ohne Badge
- Grüne Karte oder Münze: Für alle anderen: Hier kannst du durchfahren
Free-Flow System
Ein Free Flow System wird auf bestimmten Autobahnabschnitten angeboten, insbesondere in der Normandie. Sei vorsichtig, wenn du sie benutzt, und vergiss vor allem nicht zu bezahlen. Die Bußgelder werden auch in anderen europäischen Ländern verschickt!
Nützliche Apps für die Anreise in die Bretagne
Google Maps / Waze
- Verkehr in Echtzeit
- Blitzer-Warnungen (als "Gefahrenstellen")
- Umleitung bei Stau
Via Michelin
- Routenplanung mit Kostenübersicht: Super praktisch für Planung von Maut und Benzin
- Zeigt Raststätten und Hotels an
Was musst du beim Autofahren in Frankreich beachten?
Pflicht in Frankreich
- Warndreieck
- Warnweste pro Person (griffbereit, NICHT im Kofferraum)
- Führerschein + Fahrzeugpapiere + Ausweis
Umweltplakette (Crit'Air)
Nur für Fahrten IN bestimmte Städte (Paris, Lyon, Grenoble...). Für Autobahnfahrt nicht nötig.
Geschwindigkeitsbegrenzungen
- Autobahn: 130 km/h (bei Regen 110 km/h)
- Schnellstraße (Voie rapide): 110 km/h
- Landstraße: 80 km/h (manchmal 90 km/h)
- Innerorts: 50 km/h
Blitzer
Überall im Land zu finden. Frankreich nimmt das Thema echt ernst. Halte dich wirklich an die Limits.
Häufige Fragen zum Thema Urlaub in der Bretagne
Lohnt sich ein Roadtrip in der Bretagne?
Auf jeden Fall! In der Regel schätzen es Reisende, eine Rundreise entlang der Küste der Bretagne mit dem Auto zu unternehmen.
Vorsicht jedoch: Der Weg bis zur bretonischen Spitze Europas ist lang (und unterwegs gibt es viel zu sehen)! Die Straßen sind auch eher klein und wir haben keine Autobahnen in der Bretagne. Nimm dir also Zeit und plane gerne zahlreiche Stationen ein, an denen du Halt machen kannst.
Was muss man im Urlaub in der Bretagne gesehen haben?
Hier ein paar interessante Stationen für deinen Bretagne-Roadtrip:
- Atlantik-Küste
- Granitfelsen und Klippen: Pointe du Raz, Rosa Granitküste
- Sandstrände
- Orte am Meer
- Abers (im Norden des Finistère)
- Halbinsel Crozon
- Golfe du Morbihan
- Wald & Natur: Huelgoat, Brocéliande
- Schönste Dörfer: Locronan, Bécherel, Moncontour...
- Historische Städte: Saint-Malo, Quimper
- Sehenswürdigkeiten: Menhire von Carnac, Mont Saint Michel (offiziell nicht Bretagne, aber nah)
- Bretonische Inseln (mit Fähre): Insel Ouessant, Insel Bréhat, Belle-Île (Schöne Insel auf Französisch)
Auto, Flugzeug oder Zug: Was ist die beste Anreise ohne Stress in die Bretagne?
Für Familien ist das Auto vorzuziehen, da du so mehr Gepäck mitnehmen kannst und die Zugfahrt für mehrere Personen teuer ist. Als Paar hängt es von deinem Wohnort und deinem Reiseziel ab. Ich persönlich fahre sehr gerne mit dem Zug und nehme mir vor Ort einen Mietwagen.
Die bequemsten Flughäfen, um in die Bretagne von Europa aus zu gelangen, sind Brest, Rennes und Nantes (unter bestimmten Umständen auch Paris Charles de Gaulle).
Brauche ich eine Umweltplakette für die Anreise durch Frankreich?
Nein, für die Autobahnfahrt brauchst du keine Umweltplakette (Crit'Air).
Die Plakette ist nur erforderlich, wenn du IN bestimmte Städte hineinfährst: Paris, Lyon, Grenoble, Straßburg und einige andere.
Für die reine Durchfahrt auf Autobahnen Richtung Bretagne ist sie nicht nötig.
Falls du doch in Paris übernachten oder durch die Innenstadt fahren willst: Die Crit'Air-Plakette kostet ein paar Euro und kann online bestellt werden (ca. 2-4 Wochen Lieferzeit, aber Rechnung reicht aus).
Wie schnell darf ich in Frankreich fahren?
Die Geschwindigkeitsbegrenzungen in Frankreich:
- Autobahn (Autoroute): 130 km/h (bei Regen 110 km/h)
- Schnellstraße (Voie rapide): 110 km/h
- Landstraße: 80 km/h (manchmal 90 km/h, je nach Beschilderung)
- Innerorts: 50 km/h
Wichtig: Bei Regen gelten automatisch niedrigere Limits, auch ohne Beschilderung.
Und wie gesagt, Frankreich hat überall Blitzer. Halte dich an die Limits.
Muss ich in Frankreich auf der rechten Spur fahren?
Ja, in Frankreich gilt Rechtsfahrgebot wie in Deutschland. Die linke Spur ist nur zum Überholen da.
Ausnahme: Im dichten Verkehr rund um Paris kann es sein, dass alle Spuren voll sind. Dann fährst du natürlich auf der linken Spur, wenn du es brauchst.
Was passiert, wenn ich geblitzt werde in Frankreich?
Das tut weh! Haha. Der Bußgeldbescheid kommt per Post nach Deutschland.
Seit 2010 gibt es ein EU-Abkommen: Französische Bußgelder können in Deutschland vollstreckt werden (ab 70 Euro Bußgeld).
Typische Bußgelder:
- Weniger als 20 km/h zu schnell (außerorts): 68 Euro Bußgeld
- Weniger als 20 km/h zu schnell (innerorts): 135 Euro Bußgeld
- 20-50 km/h zu schnell: 135 Euro Bußgeld
- 50 km/h oder mehr zu schnell: DELIKT (nicht mehr nur Ordnungswidrigkeit), bis zu 3.750 Euro Bußgeld, bis zu 3 Monate Gefängnis, Eintrag ins Strafregister möglich.
Ignorieren bringt nichts. Die Bußgelder kommen durch, und bei Nichtbezahlung können sie sich verdoppeln.
Fazit
Die Anreise in die Bretagne ist nicht gerade kurz, aber der Weg ist vollkommen machbar. Raue Küsten, charmante Hafenstädte, frische Austern und eine einzigartige Kultur warten auf dich.
Ich wünsche dir eine angenehme Anreise. Pass auf dich auf! 🤍
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