News de France KW34

Was diese Woche in Frankreich geschah - Kurz & klar


Was die Franzosen am Esstisch besprechen

🐉 Freizeitpark: Frankreich und Saudi-Arabien haben eine Absichtserklärung über ein saudisches Investment von 6 Milliarden Euro unterzeichnet. Damit sollen 30 Kilometer nordwestlich von Paris 3 Themenparks entstehen - der erste davon mit der japanischen Manga-Reihe Dragon Ball Z als Thematik. Präsident Macron sprach von einem Vorhaben „ohnegleichen seit dem Disneyland Paris". Das Projekt soll in der Tat etwa 22.000 Arbeitsplätze schaffen. Bislang liegt allerdings nur eine Absichtserklärung vor und kein fester Vertrag. Die saudische Mitteilung fiel auch deutlich vorsichtiger aus als die französische. Die Idee entstand angeblich, weil Macron und Kronprinz Mohammed ben Salman bei einem Treffen ihre gemeinsame Leidenschaft für Dragon Ball Z entdeckten.

🛩️ Rüstungsexporte: Frankreichs Rüstungsindustrie hat 2025 Auftragseingänge von 21,2 Milliarden Euro verbucht. Das ist der dritthöchste Wert der Geschichte, nach 26,9 Mrd. (2022) und 21,6 Mrd. (2024). Frankreich bleibt damit weltweit zweitgrößter Waffenexporteur hinter den USA. Getragen wird das Ergebnis vor allem vom Kampfjet Rafale (rund 40 % der Aufträge entfallen auf die Luftfahrt), gefolgt von Marine (19 %) und Raketen (18 %). Zu den Großaufträgen zählen 26 Rafale Marine für Indien, 2 U-Boote für Indonesien, eine Fregatte für Griechenland und Caracal-Hubschrauber für Marokko. Rund 240.000 Arbeitsplätze in Frankreich hängen an diesen Exporten.

🗣 Französische Sprache:

  • 🍁 Kanada: Kanada hat die Handelsgespräche mit den USA abgebrochen. Premierminister Mark Carney nannte als einen der Hauptgründe amerikanische Forderungen, den Schutz der französischen Sprache und der frankophonen Kultur zu lockern. Konkret ging es unter anderem um die zweisprachige Kennzeichnung von Produkten und die Sichtbarkeit frankophoner Inhalte auf US-Streamingplattformen in Kanada. Washington wies die Darstellung zurück. Trump behauptete, er liebe die frankophonen Kanadier - Ottawa habe die Geschichte erfunden, um im französischsprachigen Québec Stimmen zu gewinnen. Nach dem Scheitern drohte Trump ab dem 1. Januar mit 50 % Zöllen auf kanadischen Stahl und Autos.
  • 🇩🇿 Algerien: Zum Schuljahr 2026/27 verliert das Französische in Algeriens Schulen weiter an Boden. Bislang wurde es seit der Unabhängigkeit ab dem 3. Grundschuljahr unterrichtet. Künftig beginnt es aber erst im 4. Jahr - im dritten steht nun allein Englisch auf dem Lehrplan. Seit 2025 ist Englisch bereits Unterrichtssprache im ersten Studienjahr von Medizin, Pharmazie und Zahnmedizin, was Jahrzehnte frankophoner Lehre beendete. Offiziell wird der Schritt pädagogisch-geopolitisch begründet - Englisch als Sprache der Wissenschaft. Kritiker sehen darin vor allem einen ideologischen Kurs.

📱 Schulbeginn: Der Schuljahresbeginn steht vor der Tür. Am Dienstag, den 1. September 2026 dürfen die meisten französischen Schüler wieder in die Schule... und zwar mit einer erweiterten Handyregel: Handyverbot gilt nun auch für die Gymnasien. In Vorschule, Grundschule und Collège ist die Handynutzung bereits seit 2018 untersagt. Damit soll die gesamte Schullaufbahn von der Vorschule bis zum Abitur „ohne Handy" verlaufen. Die konkrete Umsetzung regelt jedes Gymnasium in seiner Hausordnung.


Bonne semaine! 😊