News de France KW19
Was diese Woche in Frankreich geschah - Kurz & klar
„Ein unkluger oder einfach nur begriffsstutziger Mensch wird niemals ein guter Fußballspieler werden.“ Pierre de Coubertin (1863-1937), Historiker, Pädagoge und Begründer der modernen Olympischen Spiele
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Was die Franzosen am Esstisch besprechen
🇩🇿 Tauwetter mit Algerien: Nach fast zwei Jahren diplomatischer Eiszeit zwischen Frankreich und Algerien zeichnet sich ein Tauwetter ab. Am 8. Mai 2026, dem symbolträchtigen Jahrestag der Massaker von Sétif, Guelma und Kherrata im Jahr 1945, reiste die französische Staatssekretärin für die Streitkräfte, Alice Rufo, nach Algerien. Dabei wurde sie vom französischen Botschafter Stéphane Romatet begleitet, der im April 2025 von Präsident Macron aus Algier abberufen worden war. Der Élysée-Palast erklärte, Romatet werde nun seinen Posten in Algier wieder aufnehmen, ein deutliches Signal der Entspannung. Die Krise war im Sommer 2024 ausgebrochen, nachdem Paris den marokkanischen Autonomieplan für die Westsahara unterstützt hatte, was Algier als Affront empfand. Präsident Macron hatte Ende April „alle Verrückten" (tous les mabouls) kritisiert, die „sich mit Algerien verkrachen" wollten. Zu den Prioritäten des Dialogs gehören Sicherheitskooperation in der Sahel-Zone, Migrationsfragen und Energiepartnerschaften. Der französische Journalist Christophe Gleizes, der im Juni 2025 in Algerien verhaftet und verurteilt wurde, befindet sich weiterhin in algerischer Haft.
⚽ Champions League: Der Paris Saint-Germain hat den FC Bayern München im Halbfinale der Champions League ausgeschaltet. Im Hinspiel lieferten sich beide Mannschaften ein spektakuläres Torfeuerwerk, 5:4 für Paris. Das Rückspiel am 6. Mai in München endete mit 1:1. Paris zieht somit mit einem Gesamtscore von 6:5 ins Finale ein. Der Pariser Titelverteidiger trifft nun am 30. Mai in Budapest auf den FC Arsenal.
💼 Energiekrise: Die EU-Kommission hat aufgrund der gestiegenen Kraftstoffpreise die Mitgliedstaaten aufgefordert, einen wöchentlichen Homeoffice-Tag einzuführen oder sogar verpflichtend zu machen. Demnach hat der französische Minister für öffentliche Finanzen, David Amiel, die Ministerien angewiesen, den Einsatz von Homeoffice für Staatsbeamte auszuweiten - bis zu drei Tage pro Woche. Vorrang sollen Bedienstete erhalten, die auf ihr Auto angewiesen sind. Besprechungen sollen standardmäßig per Videokonferenz stattfinden. Im Privatsektor hingegen bleibt Homeoffice freiwillig. Zusätzlich erhalten rund 2,9 Millionen „Vielfahrer" mit geringem Einkommen eine Kraftstoffbeihilfe von 50 Euro (ca. 20 Cent/Liter). Die Gewerkschaft CGT spricht allerdings von einem „Rechnungsabschluss" und fordert darüber hinaus Gehaltserhöhungen.
🏦 Banque de France: Präsident Macron hat am 5. Mai Emmanuel Moulin als neuen Gouverneur der französischen Zentralbank vorgeschlagen. Der 57-jährige Spitzenbeamte war zuletzt Generalsekretär des Élysée-Palastes und gilt als einer der engsten Vertrauten Macrons. Er folgt auf François Villeroy de Galhau, der das Amt seit 2015 innehatte und überraschend seinen vorzeitigen Rücktritt zum Juni 2026 angekündigt hatte. Moulins Karriere führte insbesondere über die Weltbank, das Kabinett von Christine Lagarde, den Élysée unter Sarkozy, die Privatwirtschaft, die Finanzverwaltung und schließlich wieder den Élysée. Genau diese Nähe zur Macht sorgt für Kritik: Éric Coquerel (LFI, links), Vorsitzender des Finanzausschusses der Nationalversammlung, bezweifelt die nötige Unabhängigkeit. Der Abgeordnete Jean-Philippe Tanguy (Rassemblement National, rechts) wirft seinerseits Moulin vor, an der Verschuldung Frankreichs mitgewirkt zu haben. Die Abstimmung in den Finanzausschüssen beider Kammern steht noch aus. Ein Veto ist mit einer Dreifünftelmehrheit möglich. Der neue Gouverneur würde bis Juni 2032 im Amt bleiben und damit auch im Rat der Europäischen Zentralbank sitzen.
Für uns Reisende von Interesse
🗓️ Brückentage: Der Mai 2026 ist ein wahrer Feiertags-Marathon. Dieses Wochenende war bereits verlängert, da der 8. Mai (Tag des Sieges 1945) auf einen Freitag fiel. Nun steht der nächste Brückentag vor der Tür: Christi Himmelfahrt am Donnerstag, den 14. Mai. Da in den Schulen der Freitag danach unterrichtsfrei ist, machen die meisten Franzosen den „Pont" und genießen ein viertägiges Wochenende. Danach folgt noch der Pfingstmontag am 25. Mai. Vorsicht auf dem Autobahnen, es könnte da voller werden!
🍗 Gastronomie-Trend: Neues Lieblingsessen bei der französischen Jugend: das „Crousty". Es handelt sich hierbei um eine Schale mit Reis, knusprig paniertem Hühnchen und einer Sauce laotischer Inspiration. Das Konzept stammt ursprünglich aus einem kleinen Restaurant in Bordeaux. Zum Massenphänomen wurde der Crousty aber erst durch „Tasty Crousty", eine Kette, die Ende 2024 gegründet wurde und in weniger als zwei Jahren über 60 Restaurants in Frankreich eröffnet hat. Eine Barquette kostet 9 Euro für rund 800 Gramm. Diese „Kalorienbombe" von über 1.300 Kalorien wurde via TikTok und Instagram zur viralen Sensation bei der Generation Z. Mittlerweile verkauft Tasty Crousty nach eigenen Angaben über eine Million Schale pro Monat. Selbst die Fast-Food-Ketten Burger King, KFC und Quick haben reagiert und eigene Versionen des Croustys auf die Karte genommen.
Bonne semaine... und allen Müttern einen schönen Muttertag! 😊
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